DER ZAUBERLEHRLING mit Anja Pirling

Unter dem  Namen theater in medias res zeigen wir unsere großen Schauspielproduktionen, wenn diese auf Tournee im ganzen Bundesgebiet oder im Ausland unterwegs sind.

Als eigene Sparte wurde das theater in medias res mit dem Theaterstück "An der Angel" von Gudrun Pausewang im begonnen, und zwar zuerst in unserem eigenen Theater bei Frankfurt/M., das mit Hilfe des Landes Hessen im Jahr 1996 auf 200 Plätze erweitert worden war und eine große Bühne bekam.​
Leider folgte schon kurz nach der Eröffnung des neuen Theaters im Oktober 1996 ein schwerer Autounfall, und zwar an Silvester 1996 auf Tournee nach Österreich. Der Frontalzusammenstoß mit einem betrunkenen Autofahrer belastete den Start mit dem neuen Haus schwer, da sich die Allianz-Versicherung mit der Regulierung des Schadens über 2 Jahre Zeit ließ.
Noch im Krankenhaus vertraute uns die inzwischen leider verstorbene wichtige Autorin Gudrun Pausewang das Theaterstück An der Angel zur Uraufführung an. Die zugleich märchenhafte wie realistische Bühnenbearbeitung von "Der Fischer und seine Frau" wurde zu unserer ersten großen Bühnenroduktion und stärkte uns in dem Entschluss, künftig vor allem für die große Bühne arbeiten zu wollen. Der Dramaturg Dirk Fröse vom Staatstheater Wiesbaden sah die Aufführung, und lud uns 1997 damit zu den Maifestspielen Wiesbaden ein.
Der Erfolg auch der folgenden Gastspiele ließ uns eine Aufführung des damaligen Weltbestsellers 
Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna planen. Bei der Buchmesse in Frankfurt trafen wir uns mit dem Agenten des Autors, und erstellten unsere eigene Bühnenfassung, die von "Fynn" Satz für Satz durchgesehen und bestätigt wurde, und für die uns Haper Collins am Ende eine Lizenz für eine weltweit erste Bühnenproduktion gab.
Hierauf wurde mit Gabriel Concerts in Bonn eine große Tourneeagentur aufmerksam, die die ersten Testaufführung vor  600 Zuschauern im Capitol Bonn präsentierte, und die Aufführung dann u. a. in der Rheingoldhalle Mainz, dem Aegi Hannover und im St. Pauli Theater in Hamburg in insgesamt 45 Vorstellungen platzierte. Besonders der Erfolg im St. Pauli Theater in Hamburg, wo das Stück an drei aufeinanderfolgenden Tagen gespielt wurde, bestätigte uns auf unserem Weg. Das Stück wurde jeden Tag von mehr Menschen besucht und die Aufführung trotz ihres ernsten Themas regelrecht gefeiert. Bei der Inthega buchte erstmals eine Veranstalterin 15 Vorstellungen einer Produktion, und die laufenden Vorstellungen in unserem eigenen Theater in Hainburg wurden von Trauergruppen aus dem ganzen Bundesgebiet besucht, von Menschen also, die nahe Angehörige verloren hatten.
Auf Anregung unserer Gastspielagentur und in Zusammenarbeit mit den Erben von Antoine de Saint-Exupéry kam 2002 mit Der kleine Prinz eine weitere Großproduktion hinzu. Bereits die Premiere fand vor 2000 Besuchern im Cirkus Krone in München statt, und hatte gerade in ihrer Form als konzentriert gesprochenes und gespieltes Schauspiel großen Erfolg. Allein in München folgten 10 ausverkaufte Vorstellungen im Gasteig, und dann weitere Vorstellungen in mehr als 140 Städten in ganz Deutschland. 
Als Produzenten machten wir den großen Schritt zur eigenständigen Tourneeplanung ohne Gastspielagentur mit Hilfe eines eigenen Mandanten bei CTS Eventim und einer eigenen Kategorie bei Ebay als einziger Schauspielproduktion neben den großen Musicals. Schließlich veranstalteten wir die meisten der Vorstellungen selbst, u. a. in der Tonhalle Düsseldorf und dem CCH Hamburg. Unser wunderbares Technikteam mit René, Tobi, Matthias und weiteren Helfern, die Zusammenarbeit mit dem Puppenbauer Michael Schmidt und der erste eigene 7,5 t-LKW machten diese Ausweitung überhaupt erst möglich, die mit bis zu 2000 Plakaten pro Stadt, erstmals mehr als 10 Bodyguards im CCH und 180 Hotelübernachtungen im Jahr auch sehr anstrengende Seiten hatte.
In diesen Jahren entstand mit Der Zauberlehrling ein weiteres großes Stück für die Bühne. Die bereits während der Produktionszeit insgesamt 16 verkauften Vorstellungen an INTHEGA-Mitgliedsstädte sorgten für einen guten bundesweiten Start, dem ebenfalls mehr als 50 weitere Gastspiele im ganzen Land folgten. Thomas Waldkircher hatte aus der Ballade vom Zauberlehrling in Verbindung mit weiteren Texten Goethes ein Theaterstück in 5 Akten geschaffen, das erst im Finale in den zur Musik von Dukas gesprochenen Text der Ballade mündete, die dann oft von den Zuschauern regelrecht mitgesprochen wird. Das aufwändige Bühnenbild rund um einen riesigen Baum inmitten eines Schloss-Saales, das sich von Akt zu Akt veränderte, und die Choreographie von Ulla Bladin mit der Hauptdarstellerin Anja Pirling und zwei hinzu engagierten Balletttänzern ermöglichten ein grandioses Bühnenerlebnis.
 
Im Jahr 2006 waren wir durch die Entwicklung um unser eigenes Theater in Hainburg aber doch gezwungen, alle diese wundervollen Produktionen vorerst nur noch selten zu spielen. Durch einen bereits mehrere Jahre währenden Erbenstreit um das Gebäude wurden Lagerung der Bühnenbilder, Wiederaufnahmenproben auf der eigenen Bühne, Vorstellungen für Gruppen und Schulen 2006 unmöglich, da die Inhaber der 12 Erbteile nicht bereit waren, vorgeschriebene Maßnahmen zum Vorbeugenden Brandschutz zu erfüllen. Schweren Herzens folgte der Entschluss, Hainburg hinter uns zurückzulassen, und am anderen Ort neu zu beginnen. Am liebsten wären wir schon damals direkt nach Hamburg gegangen, das uns als Stadt und Gastspielort immer am meisten beeindruckt hatte, die damals bereits explodierenden Immobilienpreise machten das aber vorerst unmöglich.
Und so führte uns eine der vielen Reisen in den Norden 2007 unter anderem auch auf die Insel Rügen, die wir uns als Arbeitsplatz aussuchten. Die früheren Kurlichtspiele im Südosten der Insel boten sich an, und 2008 erfolgte der Umzug dorthin. War das Stück vom Zauberlehrling schon von Anfang an besonders in den Neuen Bundesländern erfolgreich gewesen, bildete es nun hier auf Rügen die perfekte Verbindung zwischen dem Kulturschatz der westlichen und der östlichen Bundesländer, mit dem wir ein zu 50:50 aus Ost und West bestehendes Publikum für den Theaterabend vereinen konnten.​ "Der kleine Prinz" dagegen hatte es auf Rügen nicht einfach, und wurde eher vom "westlichen" Publikum genossen.
In den folgenden Jahren unserer "Komödie Rügen" standen dann eher die klassische Komödie und das Werk der literarischen Humoristen im Vordergrund, während keine neuen Bühnenproduktionen des theater in medias res hinzukamen. Aufgrund der herrlichen Lage auf einer Klippe 37 m über dem Meer mit einem Aufzug hinunter zum Strand waren auch Kinderproduktionen hier wenig erfolgreich zu zeigen.
 
Doch natürlich fehlten die großen Stücke schon bald sehr. Inhaltlich stehen in den Produktionen des theater in medias res  im weitesten Sinne "philosophische" Fragestellungen nach dem Ursprung der Welt und dem "Wohin" unseres Lebens im Vordergrund.​ In der Form sind die Stücke klassische Schauspielproduktionen, die sich jeweils für die große Bühne und ein Auditorium mit bis zu 2000 Zuschauern eignen.​ Neben dem konzentrierten und sprachbetonten Spiel legen wir besonderen Wert auf eine gute Ausstattung in Bühnenbild, Beleuchtung, Kostümen, um dem Besucher eine große Theatervorstellung zu bieten. All das war in unserem wunderhübschen kleinen Theater auf Rügen nicht so fortzuführe, und musste auf die kommende Tätigkeit in Hamburg verschoben werden.
Anfang 2019 zogen wir darum mit großen Plänen nach Hamburg um, um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf der großen Bühne vorzubereiten, und auch wieder an die Tourneetätigkeit anzuknüpfen. Und nun erst heute, zu Anfang des Jahres 2022 zeichnet sich ab, dass wir die Stücke bald wiederaufnehmen und unserem Publikum wieder zeigen können. Doch alles Nähere hierzu ist im Moment noch vollständig geheim.
Also bis bald in einer Vorstellung des theaters in medias res!
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PS. Es warten auch noch einige Geschenke hübsch eingepackt auf die Wiederentdeckung. Denn einige Stücke haben wir entwickelt und bereits gespielt, die zu den Stücken des theater in medias res gehören, aber bisher noch nicht in größerem Rahmen und auf Gastspielen gezeigt wurden.
Zu nennen sind hier;
  • Atta Troll von Heinrich Heine (produziert für die Heine-Ausstellung des Kulturamts der Stadt Augsburg,
  • Die Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl von Clemens Brentano, produziert für das Kulturamt der Stadt Hanau zur Eröffnung der Brentanoscheune Oestrich-Winkel
  • Antigone nach "Die Phönizierinnen" des Euripides, produziert zur Eröffnung unseres eigenen Theaters in Hainburg, nur in wenigen Vorstellungen im Allgäu gespielt
  • Des Meeres und der Liebe Wellen von Franz Grillparzer, produziert nur für Vorstellungen in unserem eigenen Theater in Hainburg
  • Ende gut, alles gut von William Shakespeare, produziert nur für Vorstellungen in der Komödie Rügen
  • Die Schlange, das Krokodil und der Tod von Elizabeth Peters, produziert nur für Vorstellungen in der Komödie Rügen

    Darüber demnächst hier mehr!
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Der Zauberlehrling mit Anja Pirlingl
Anja Pirling in Der zauberlehrling
Farbkreis mit Lehrling.jpg
Der Zauberlehrling mit Anja Pirling und
Foto aus Der Zauberlehrling mit Anja Pir
DER ZAUBERLEHRLING mit Thomas Waldkirche

Pressestimmen:

 

"Spannung und wunderbarer Humor zwischen grollendem Donner und waberndem Nebel!"

 

"In den Mittelpunkt seines faustischen Sinnesspektakels aber hat er Anja Pirling gestellt.

Mit einer Stimme wie ein Bub, ungehorsam und trotzig, dennoch hinreißend witzig, gewitzt wie ein Wirbelwind über die Bühne fegend, erweckt sie die dramatische Komödie zu kraftvollem und quirligem Leben."

"Anja PIrling ist eine echte Komödiantin, die auf deutschen Bühnen leider immer seltener werden."